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Saatgutvermehrung

Samenbau ist in Anbetracht der Monopolisierung der Nutzpflanzensamen durch multinationale Agrarkonzerne nicht nur empfehlenswert sondern Pflicht aller zukunftsgläubigen (Garten-)Bauern! Es ist hierbei wichtig, ein Ursprungssaatgut natürlicher Herkunft zu wählen, also keine F1-Hybride oder industriell selektionierte Samen.

 

Bei F1-Hybriden besteht die Problematik darin, dass sie nicht samenfest sind. Die Samen von F1-Pflanzen können eine grosse Bandbreite von unterschiedlichen Eigenschaften erhalten. Eine gezieltes Weiterzüchten ist somit nicht möglich.

Saatgut für den industriellen Anbau ist ebenfalls nicht als Ursprungssaatgut für die eigene Saatgutvermehrung und -selektion geeignet. Denn die Kriterien, die für die Auswahl dieses Saatguts angelegt wurden, entsprechen nicht den Bedürfnissen von Marktfahrern, Direktvermarktern oder Hausgärtnern. Tomaten dürfen beispielsweise bei einer Geschwindigkeit von 25 km / h beim Aufschlag nicht platzen oder 80% der Pflanzen müssen gleichzeitig erntereif sein.

 

Kriterien, die stattdessen bedeutend sein können, sind ein guter Geschmack, zeitversetztes Reifen, hohe Robustizität, Widerstandskraft gegenüber Schädlingen, Umgang mit armen Böden etc.

Es gilt Vertrauen zu haben in die Evolution; die geografischen, meteorologischen, topografischen etc. Umstände selektionieren Euer eigenes Saatgut natürlich und Jahr für Jahr wird es besser an Eure Verhältnisse angepasst sein. Dies ist Voraussetzung für eine Zukunft mit zunehmender Vielfalt und demzufolge auch besserer Gesundheit bei Pflanzen und in der Konsequenz beim Menschen.


Markus Lanfranchi


 

Begegnung mit Ceccarelli Salvatore: Macht Euer eigenes Saatgut!