Dungfauna: Kleine Tierchen, grosse Wirkung
Als Dungfauna werden alle Tierarten bezeichnet, die in und um den Kot anderer Tiere leben. Dazu gehören so unterschiedliche Artengruppen wie Milben, Nematoden, Schnecken, Hundertfüssler und Regenwürmer. Für den Kot unserer Nutztiere besonders relevant sind Dungfliegen und Dungkäfer.
Diese Arten sind für die Landwirtschaft aber auch die Biodiversität auf vielfältige Weise nützlich:
- Sie arbeiten Kot und somit Nährstoffe in den Boden ein
- Sie durchmischen und durchlüften den Boden
- Durch ihre Aktivität wird der Kot schneller abgebaut
- Dadurch werden Parasiten-Kreisläufe unterbrochen
- Durch ihre Gänge im Kot machen sie den Kot und seine Nährstoffe für andere Lebewesen verfügbar
- Ihre Aktivität schafft Lebensräume für weitere Insektenlarven, die wiederum anderen Tierarten, beispielsweise Vögeln, als Nahrung dienen
Für die Landwirtschaft und den Naturschutz lohnt es sich also, die Dungfauna zu fördern. Dies ist aber nicht ganz einfach, denn die Dungfauna ist schlecht erforscht. So ist bis heute nicht genau bekannt, welche Dungkäfer-Arten in der Schweiz häufig sind, und welche selten und damit schützenswert sind.
Eine Studie hat zudem gezeigt, dass die Artenvielfalt bei der Dungfauna (untersucht wurden Fliegen und Schlupfwespen) nicht automatisch gross ist, wenn an anderen Arten eine grosse Vielfalt besteht. Das bedeutet, dass Massnahmen zum Schutz anderer Insekten oder seltener Pflanzenarten nicht automatisch auch der Dungfauna zugutekommen.
Trotz dieser Herausforderungen gibt es Möglichkeiten, die Dungfauna zu schonen und ihre Bestände zu fördern. Wie, erfährst du im Video!
Möchtest du selber dazu beitragen, die Dungkäfer in der Schweiz besser zu dokumentieren? Dann schick Fotos deiner Beobachtung an Angela Gimmel unter agimmel@naturweiden.ch. Sie hilft gerne bei der Bestimmung der Käfer und der Meldung an die Plattform Infofauna.
Hast du auf deinem Betrieb bereits Erfahrungen mit der Dungfauna gemacht? Teile sie gerne in den Kommentaren oder schreib uns eine Mail.
Laura Gisler, 2025





Anet Spengler
Bildschirm-Photo-Film 




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