Gerätebeschreibung Ackerschleife

Arbeit mit Zugtieren

Die Ackerschleife ist ein Werkzeug des Ackerbaues, das leider sehr wenig eingesetzt wird in Mitteleuropa, während es in Skandinavien sehr verbreitet ist. Nach dem Pflug liegt der Acker offen und trocknet bei Wärme, Wind und Sonne aus, die Frühjahrsfurche mehr als die Winterfurche. Gerade die Sommerungen wie Hafer und Sommerweizen brauchen viel Wasser, das hier verdunstet. Die Schleife wird – sobald es die Bodenfeuchtigkeit am Winterende zulässt – eingesetzt, um die Kapillare zu brechen und die Schollen einzuebnen, dadurch werden zwei Dinge erreicht:

  • Das Bodenwasser wird zurückgehalten, die Verdunstung ist weitaus geringer
  • Der Acker ist eingeebnet, das dann auflaufende Unkraut kann gut abgeeggt werden.

Die hier gezeigte Schleppe ist in drei Elemente geteilt, die sich Bodenunebenheiten anpassen können. Sie können auch umgedreht werden, dann ist die Schleifwirkung etwas geringer. Die gesamte Arbeitsbreite liegt bei ca. 2 Meter, was bei feuchten Verhältnissen für ein mittelgroßes Pferdegespann schon zuviel ist, es ist ratsam, auch einen zweiten Eggenbaum für 2 Elemente anzufertigen, damit die Tiere nicht überlastet werden.

Auch im Gemüsebau ist die Ackerschleife ein wertvolles Werkzeug, denn ein sorgfältig vorbereiteter Acker für Säkulturen spart nachher Handarbeit.

Klaus Strüber, Beitrag gefördert durch die Fuhrhalterei Frühwach

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Um das Bodenwasser zurückzuhalten und den Acker nach der Ernte einzuebnen