Kurz-Hofportät Wahlbacherhof: Junge Familie setzt auf Solawi-Konzept

Marlene und Marc haben auf dem Wahlbacherhof eine besondere Form der Solidarischen Landwirtschaft umgesetzt: Die Verbraucher tragen die Kosten des landwirtschaftlichen Betriebes und erhalten dafür den Ernteertrag. Jede Woche können die sogenannten „Mitmacher“ Gemüse, Getreide, Eier, Fleisch und Wurst in Bio-Qualität an zwei Depotstandorten abholen. Die Mithilfe der Mitglieder auf dem Hof ist erwünscht, aber freiwillig. Marlene und Marc sind als Landwirte klar für die fachlichen und betrieblichen Entscheidungen des Hofes zuständig. Andere Bereiche wie die Organisation von Festen, die Mitmacherbetreuung, Öffentlichkeitsarbeit etc. werden gemeinsam mit dem von allen Mitmachern gewählten Hofkomitee übernommen.
Marlene: „Für uns ist die Solidarische Landwirtschaft das passende Modell, um einen vielfältigen Hof zu betreiben. Wir leben in einem kleinen Paradies. Natürlich gibt es sehr viel Arbeit. In der Aufbauphase haben wir manchmal von morgens 6:00 bis in die Nacht hinein gearbeitet. Doch es lohnt sich. Wir haben unser Einkommen. Und obwohl wir abgelegen wohnen, sind immer viele Menschen auf dem Hof. Ich geniesse den Austausch und auch die Rückendeckung, die wir von den Mitgliedern erfahren. Und es ist toll, dass wir selber etwas bewirken können in puncto Ökologie und Regionalität bei der Lebensmittelerzeugung.“

Auf dem Wahlbacherhof arbeiten zwei Generationen ausserfamiliär zusammen und vermarkten ihre Produkte direkt via Hofladen und Solidarische Landwirtschaft
Wahlbacher-Hof
Bio-Gemischtbetrieb in Rheinland-Pfalz
Marc Grawitschky (33) und Marlene Herzog (33)
ein Vollzeitangestellter, drei Teilzeitangestellte
Bio
Gemüseanbau, Kartoffeln
Futterbau und Anbau von Dinkel, Hafer, Hirse, Roggen und Weizen;
Leindotter und Raps für Speiseöl
8 Mutterkühe mit Nachzucht, ca. 19 Mastschweine, 350 Legehennen, Bienen, Katzen
Erdbeerselbsternte, Streuobstwiesen
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