Eigene Erfahrungen mit empfohlenen Apfelsorten (Stand Frühjahr 2026)
Wie in diesen Artikel über meine Semesterarbeit bereits erläutert, erarbeitete ich eine Liste von höhentauglichen Apfelsorten, anhand verschiedener Quellen. Gleichzeitig haben meine Eltern bereits seit vielen Jahren Obstbäume gepflanzt. Das bedeutet, dass wir für einige dieser als höhentauglich empfohlenen Sorten bereits über Praxis-Erfahrungen verfügen. Diese sollen hier zugänglich gemacht werden. Hier sind also auch Sorten erfasst, die entweder nicht genug gut sind, oder für die noch nicht genug Erfahrungen vorliegen, um sie in die Liste der bewährten Apfelsorten aufzunehmen. Über die Jahre werde ich neue Erfahrungen hier dokumentieren.
Berner Rosen
Vorteile: Bei guter Qualität sind die Früchte sehr aromatisch.
Nachteile: Der Baum ist sehr schwachwachsend und schorfanfällig. Darum ist die Qualität der Früchte auch nicht überzeugend.
Jahre Erfahrung: ~5
Beschreibung: Die Berner Rosen sind eine alte Schweizer Sorte, die von meheren Quellen für Höhenlagen empfohlen wird. Gewisse Autoren schreiben auch, dass sie in Höhenlagen gesünder sein soll als in Tieflagen. Möglicherweise ist unser Standort mit dem Südhang zu warm und der Boden zu trocken, sodass das bei uns nicht zutrifft. Das Laub des Baumes ist jedes Jahr unabhängig von der Witterung recht schäbig. Auch die Früchte waren bis jetzt immer anfällig auf Schorf. Die Schorfflecken waren bereits während der Entwicklung der Äpfel so stark ausgeprägt, dass diese aufgesprungen sind.
All diese Faktoren haben dazu geführt, dass ich die Berner Rosen umveredelt habe.
Boikenapfel
Vorteile: Der Baum ist bis jetzt sehr gesund.
Nachteile: Die Sorte scheint eher spät in Ertrag zu kommen, da sie bis jetzt kaum blüht. Deshalb konnten bis jetzt auch keine Früchte degustiert werden. Zudem scheint der Wuchs eher sparrig und schwierig zu erziehen.
Jahre Erfahrung: ~15
Beschreibung: Insgesamt ein Baum, der zwar gesund ist, aber keinen Ertrag bringt, deshalb (noch) nicht empfehlenswert.
Borowinka
Vorteile: Der Baum wächst sehr kräftig und hat auffallend gesundes Laub.
Nachteile: Bis jetzt keine gefunden.
Jahre Erfahrung: ~ 5
Beschreibung: Da der Baum bis jetzt noch nicht getragen hat, kann noch kein abschliessendes Urteil gefällt werden.
Cellini
Vorteile: Der Baum ist starkwachsend, schiesst aber trotzdem nicht ins Kraut und scheint früh in den Ertrag zu kommen.
Nachteile: Die Früchte sind scheinbar recht fäulnisanfällig (Monilia).
Jahre Erfahrung: ~ 5
Beschreibung: Der noch junge Baum hat einen sehr schönen, ordentlichen Wuchs mit kräftigen Leitästen und guter Fruchtholzbildung. Schon im Frühjahr nach der Pflanzung hat er geblüht und sowohl 2023 als auch 2024 konnten Früchte degustiert werden. Die Früchte scheinen von guter Qualität, süsssäuerlich und saftig. Ein grosser Nachteil stellt jedoch die Fäulnisanfälligkeit der Früchte dar. Diese wird durch die kurzen Stiele der Sorte sicher noch verstärkt. Allerdings war der Sommer 2024 sehr feucht, sodass noch kein abschliessendes Urteil über die Fäulnisanfälligkeit gezogen werden kann.

Charlamofsky
Vorteile: sehr gesunder Baum mit schönem Wuchs. In Vollblüte ist der Baum sehr attraktiv, da die Blüten auch geöffnet leicht rosa bleiben.
Nachteile: bis jetzt nur wenig Ertrag. Zudem stimmt das Aussehen der Früchte nicht mit den Literaturangaben überein, sodass die Sortenechtheit nicht garantiert ist.
Jahre Erfahrung: ~15
Beschreibung: Dieser Baum hat bis jetzt nie viel getragen. 2024 fiel der erste grössere Ertrag an. Dabei handelt es sich um eher säuerliche Früchte mit saftigem Fruchtfleisch.
Chestnut
Vorteile: sehr gesunder Baum mit apartem Wuchs, viel Fruchtholzbildung und sehr attraktiver Blüte.
Nachteile: durch die frühe Blüte sehr frostgefährdet.
Jahre Erfahrung: ~15
Beschreibung: Bei der Sorte Chestnut handelt es sich nicht um einen herkömmlichen Apfel, sondern um einen sogenannten crabapple. So werden in Nordamerika kleine Äpfel, meist Wildäpfel und Wildapfelkreuzungen, bezeichnet. Diese Abstammung merkt man in erster Linie daran, dass die Äpfel Pingpong-Ballgrösse selten über- und häufig unterschreiten. Im Geschmack ist der Chestnut jedoch einer der Grössten. Intensiv süsssauer und sehr aromatisch, einfach toll. Auch der Schnitt ist aufgrund der starken Fruchtholzbildung und des Wuchses keine Hexerei. Wenn nur diese frühe Blüte nicht wäre…Leider besteht der Baum darauf, bei den ersten warmen Frühlingstemperaturen zu erwachen und schon bald zu blühen. Dieses Verhalten ist mit unseren unvermeidlichen Spätfrösten einfach nicht verträglich. Dementsprechend ist der Ertrag auch eher gering. Die Blüten sind auch wetteranfällig und faulen bei feuchter Witterung oft ab. Insgesamt scheint diese Sorte trotz vieler guter Eigenschaften also nicht geeignet.

Danziger Kantapfel
Vorteile: Starkes Wachstum und gesundes, kräftiges Laub.
Nachteile: Bis jetzt keine gefunden.
Jahre Erfahrung: ~ 3
Beschreibung: Da der Baum bis jetzt noch nicht getragen hat, kann noch kein abschliessendes Urteil gefällt werden. Bei einer Degustation fand ich die Früchte aber sehr angenehm, mit einem beerigen Aroma. Der Baum scheint bereits relativ jung viel Fruchtholz zu bilden.
Dülmener Herbstrosenapfel
Vorteile: Bis jetzt noch keine gefunden
Nachteile: Der Baum wurde 2019 gepflanzt und scheint bis jetzt eher rückwärts zu wachsen.
Jahre Erfahrung: ~ 5
Beschreibung: Der Baum scheint eher länger zu brauchen, um sich zu etablieren. Bis jetzt ist er kaum gewachsen. Allerdings kam der Baum schon als eher kleines Exemplar aus der Baumschule.
Fiessers Erstling
Vorteile: Der Baum scheint bereits im jungen Alter sehr blühwillig.
Nachteile: Bis jetzt war das Wachstum eher schwach.
Jahre Erfahrung: ~ 3
Beschreibung: Aufgrund des schwachen Wachstums habe ich die Blüten am Baum entfernt, damit er nicht zu viel Energie in diese investiert.
Galloway Pepping
Vorteile: Der Baum scheint bis jetzt gesund. Nach schwachem Wachstum in den ersten 3 Jahren hat er nun begonnen, kräftige Triebe zu bilden.
Nachteile: Bis jetzt keine gefunden. Der Baum war im Sommer 2024 und 2025 durch die Mehlige Apfelblattlaus befallen. Das kommt aber bei uns bei vielen jungen Bäumen vor und ist noch kein Indiz für eine erhöhte Attraktivität.
Jahre Erfahrung: ~ 5
Beschreibung: Da der Baum bis jetzt noch nicht getragen hat, kann noch kein abschliessendes Urteil gefällt werden. Der Wuchs scheint eher aufrecht und etwas sparrig.
Geflammter Kardinal
Vorteile: Der Baum hat sehr gesundes, grosses Laub.
Nachteile: Bis jetzt scheint es, dass der Baum eher wenig Fruchtholz bildet. Durch das gleichzeitig kräftige Triebwachtum ergibt sich ein eher sparrig wirkendes Wuchsbild.
Jahre Erfahrung: ~ 5
Beschreibung: Die wenigen Früchte, die der Baum bis jetzt getragen hat, erlauben kein Urteil über die Qualität.
Gelber Edelapfel
Diese Sorte wurde bereits im Artikel über die bewährten Apfelsorten beschrieben.
Glockenapfel
Vorteile: Der Baum ist bei uns bis jetzt meist gesund.
Nachteile: Der Baum ist sehr starkwüchsig. Gleichzeitig bildet er keine schönen starken Äste aus, sondern neigt dazu, ins Kraut zu schiessen, sodass der Erziehungsschnitt eine echte Herausforderung darstellt. Auch wurde er in den letzten Jahren an den jungen Trieben oft und stark von der mehligen Apfelblattlaus befallen. Dadurch sind die Triebe deformiert und müssen beim Winterschnitt entfernt werden. Um eine schöne Krone zu errreichen, habe ich in den letzten Jahren viel mit Binden gearbeitet. Zudem neigt der Baum leider dazu, gerade am feinen Fruchtholz Mehltau zu bekommen, sodass diese Triebe teils absterben.
Jahre Erfahrung: ~ 5
Beschreibung: Die wenigen Früchte, die der Baum bis jetzt getragen hat, erlauben kein Urteil über die Qualität. Allerdings ist der Glockenapfel im Handel erhältich und die Fruchtqualität somit auch bekannt. Auf unserer Höhe reifen die Früchte wahrscheinlich nur knapp aus, das kann aber noch nicht mit Sicherheit gesagt werden.
Grahams Jubiläumsapfel
Vorteile: Der Baum hat sehr gesundes Laub. Zudem scheint es, dass er schon recht früh in den Ertrag kommt.
Nachteile: Die Früchte, die bis jetzt degustiert wurden, waren von mangelhafter Qualität, eher fade und etwas bitter. Hoffentlich verbessert sich die Fruchtqualität mit dem Alter des Baumes. Aus Degustationen in Erhaltungssammlungen weiss ich, dass die Qualität der Früchte eigentlich deutlich besser sein könnte.
Jahre Erfahrung: ~ 5
Beschreibung: Die wenigen Früchte, die der Baum bis jetzt getragen hat, erlauben kein Urteil über die Qualität. Der Baum scheint auf jeden Fall gesund und wüchsig.
Jakob Fischer, Jakob Lebel, James Grieve
Diese Sorten wurde bereits im Artikel über die bewährten Apfelsorten beschrieben.
Kaiser Willhelm
Vorteile: Der Baum hat sehr gesundes Laub und scheint eher starkwüchsig.
Nachteile: Als Jungbaum, bis sie sich etabliert hatte, war die Sorte sehr lausanfällig. Das ist nun kein Problem mehr. Zudem scheint der Wuchs des Baums etwas sparrig, mit nur wenig Verzweigungen.
Jahre Erfahrung: ~ 5
Beschreibung: Die wenigen Früchte, die der Baum bis jetzt getragen hat, waren von guter Qualität, erlauben aber noch kein abschliessendes Urteil.
Landsberger Renette
Vorteile: Der Baum scheint starkwüchsig und trotzdem früh in den Ertrag zu kommen. Der Wuchs ist bis jetzt sehr stark aufrecht, der Baum bildet eine hohe und schmale Krone. Das kann ein Vorteil sein, wenn der Baum an einen Weg gepflanzt werden soll.
Nachteile: Das Laub und die jungen Triebe scheinen eher anfällig auf Mehltau.
Jahre Erfahrung: ~ 5
Beschreibung: Die wenigen Früchte, die der Baum bis jetzt getragen hat, erlauben kein Urteil über die Qualität. Zudem ist der Standort des Baumes wahrscheinlich zu wenig gut durchlüftet, sodass die Blattgesundheit an einem anderen Standort möglicherweise besser sein könnte.
Mantet (Roter)
Vorteile: Frühapfel von guter Qualität, bildet aufgrund des ordentlichen Wuchses eine schöne Krone und viel Fruchtholz.
Nachteile: Die Sorte ist unglaublich mehltauanfällig. Auch in Jahren, in denen die anderen Sorten alle gesund waren, war der Rote Mantet voll mit Mehltau.
Jahre Erfahrung: ~ 15
Beschreibung: Zwar wären die Früchte des Roten Mantets von guter Qualität, aufgrund der sehr schlechten Blattgesundheit trug der Baum aber nie viel und diese Früchte waren zudem meist unterernährt. Dadurch war die Qualität der Früchte unbefriedigend. Zudem war der Mehltaubefall meist so stark, dass die jungen Triebspitzen abstarben. Deshalb haben wir uns 2021 dazu entschieden, den Mantet umzuveredeln.
Marmorapfel
Vorteile: Die Früchte sind sehr aromatisch und fest, sodass sie möglicherweise gut haltbar sind.
Nachteile: Der Baum scheint mittel anfällig auf Blattkrankheiten, besonders Mehltau.
Jahre Erfahrung: ~ 15
Beschreibung: Dieser Baum wurde in jungen Jahren von einem Rehbock mehr oder weniger zerstört. Der Wiederaufbau der Krone erwies sich als langwierig, sodass wir erst 2023 erste Früchte ernten konnten. Die Fruchtqualität war jedoch so gut, dass es den Anschein macht, die Mühe habe sich gelohnt.
Melchnauer Sonntagsapfel
Vorteile: Der Baum hat sehr gesundes Laub.
Nachteile: Bis jetzt scheint es, dass der Baum eher wenig Fruchtholz bildet. In mehr als 15 Jahren hat die Sorte nicht einmal geblüht.
Jahre Erfahrung: ~ 15
Beschreibung: Der Baum weigerte sich hartnäckig, Fruchtholz auszubilden, geschweige denn zu blühen oder Früchte zu tragen. Deshalb wurde er 2021 umveredelt und nur ein Ast der Ursprungssorte belassen.
Oberländer Himbeerapfel
Vorteile: Die Frucht scheint sehr attraktiv.
Nachteile: Das Laub der Sorte ist anfällig auf Mehltau. Dieser befällt auch die jungen Triebe und tötet sie ab, sodass der Schnitt der Sorte nicht einfach ist. Zudem kommt der Baum eher spät in der Ertrag. Diejenigen Früchte, die er trägt, werden aufgrund ihrer leuchtend roten Farbe meist lange vor der Reife von Krähen angefressen.
Jahre Erfahrung: ~ 20
Beschreibung: Die wenigen Früchte, die der Baum bis jetzt getragen hat, erlauben kein Urteil über die Qualität. Zudem ist die Blattgesundheit und der Ertrag unbefriedigend. 2024 setzte der Baum erstmals eine grössere Menge Früchte an. Von diesen fiel trotz der guten Wasserversorgung (eher nasses Jahr) der grösste Teil lange vor der Reife zu Boden. Insgesamt scheint der Baum bis jetzt also wenig empfehlenswert.

Peasgood Sondergleichen
Vorteile: Der Baum scheint bis jetzt sehr gesund und stark wachsend.
Nachteile: Noch keine gefunden.
Jahre Erfahrung: ~ 2
Beschreibung: Die wenigen Früchte, die der Baum bis jetzt getragen hat, erlauben kein Urteil über die Qualität. Auffällig ist der sehr kurze Stiel, der vielleicht zum gegenseitigen Abdrücken der Früchte führen könnte.

Pfirsichroter Sommerapfel
Vorteile: Die Früchte sind sehr früh reif, Mitte bis Ende Juli. Zudem bildet der Baum bereitwillig Fruchtholz.
Nachteile: Die Sorte ist eher stark anfällig auf Mehltau. Dieser befällt sogar die Blüten und führt meines Erachtens dazu, dass viele Blüten und junge Früchte abgestossen werden.
Jahre Erfahrung: ~ 10
Beschreibung: Dieser sehr frühe Sommerapfel weist eine intensive Säure und (bei den besten Früchten) eine starke Beeren-Aromatik auf. Zudem reift er sehr stark folgernd, sodass über die Dauer von fast einem Monat Früchte gepflückt werden können. Unser Baum ist eine Spindel an einem vielbegangenen Ort, da funktioniert das gut. Für einen Hochstamm scheint eine solche Eigenschaft hingegen recht unpraktisch. Trotz der Krankheitsanfälligkeit hat die Sorte ausgerechnet im nassen Sommer 2024 eine sehr schöne Ernte erbracht, sodass meine Einschätzung der Sorte sich deutlich verbessert hat.Auch 2025 waren die Früchte zahlreich und von guter Qualität. Wie für Sommeräpfel zu erwarten, sind sie nicht allzu lange haltbar.

Prinz Albrecht von Preussen
Diese Sorte wurde bereits im Artikel über die bewährten Apfelsorten beschrieben.
Prinzenapfel
Vorteile: Der Baum hat sehr gesundes Laub.
Nachteile: Der Baum scheint sehr anfällig auf Apfelfaltenläuse, von denen er jedes Jahr stark befallen war. Zudem hat er trotz seines Alters kaum geblüht, geschweige denn gefruchtet.
Jahre Erfahrung: ~ 20
Beschreibung: Aufgrund der beschriebenen Nachteile wurde der Baum 2021 umverdelt.
Reders Goldrenette
Vorteile: bis jetzt scheint der Baum gesund. Der Wuchs ist weder stark, noch schwach.
Nachteile: noch keine gefunden
Jahre Erfahrung: ~ 2
Beschreibung: Der Baum ist relativ frisch gepflanzt und ist bis jetzt eher unauffällig.
Rheinischer Winterrambour/ Menznauer Jägerapfel
Vorteile: Der Baum hat einen sehr schönen ordentlichen Wuchs mit guter Verzweigung und starkem Fruchzholzansatz.
Nachteile: Die Sorte ist etwas mehltauanfällig. Zudem scheint der Baum a) sehr spät zu blühen und b) zu alternieren, sodass der Ertrag bis jetzt nur sehr gering war.
Jahre Erfahrung: ~ 20
Beschreibung: Die Sorte bildet eher flache, eckige Früchte, die je nach Jahr sehr aromatisch sind, aber auch eine irritierende Bitterkeit haben können. Gekoppelt mit dem geringen Ertrag und der Krankheitsanfälligkeit handelt es sich aus meiner Sicht nicht um eine empfehlenswerte Sorte.
Roter Bellfleur/ Siebenschläfer
Vorteile:
Nachteile:
Jahre Erfahrung: ~ 1
Beschreibung: Diese Sorte wurde im Frühling 2024 auf einen anderen Baum aufveredelt, deshalb kann nocht nichts dazu gesagt werden.
Rote Sternrenette
Vorteile: Das Laub des Baumes ist sehr gesund
Nachteile: Der Baum scheint spät in Ertrag zu kommen
Jahre Erfahrung: ~ 15
Beschreibung: Der Baum hat einen sehr stark aufwärtsstrebenden Wuchs. Dies kann ein Vorteil sein, beispielweise, wenn man Bäume neben einem Weg pflanzen möchte. Allerdings erschwert dieser Wuchs den Schnitt sehr stark, da er das Anstellen einer Leiter an den jungen Baum praktisch verunmöglicht. Zudem verleitet dieser Wuchs zu starken Ableitungsschnitten. Dies könnte ein Grund sein, dass der Baum bei uns spät in den Ertrag kommt.
Roter Astrachan
Vorteile: sehr frühe Sorte
Nachteile: Sortenidentität unklar. Wir haben zwei Spindeln des roten Astrachans, bei denen es sich offensichtlich nicht um die gleiche Sorte handelt. Um ein Urteil abgeben zu können, muss zuerst die Sortenidentität geklärt werden.
Jahre Erfahrung: ~ 5
Beschreibung: Der Baum scheint gesund mit auffällig grossem Laub.
Roter Eiserapfel
Vorteile:
Nachteile:
Jahre Erfahrung: ~ 2
Beschreibung: Der Baum ist relativ frisch gepflanzt und ist bis jetzt eher unauffällig.
Roter Wintercalvill
Vorteile: Der Baum verzweigt sehr gut.
Nachteile: Der Baum scheint etwas Mehltauanfällig.
Jahre Erfahrung: ~ 2
Beschreibung: Der Baum ist relativ frisch gepflanzt und ist bis jetzt eher unauffällig. Diese Sorte wurde gepflanzt, weil sie unter dem Namen Rote Orange im Wallis auf über 1000 Metern vorkam.
Safran Pepping
Vorteile: sehr schöner gesunder Baum mit kräftigem Laub und schöner Fruchtholzbildung.
Nachteile: Der Baum scheint spät in den Ertrag zu kommen. Zudem reifen die Früchte über eine lange Zeitspanne und fallen dabei fortwährend vom Baum. Die Früchte sind eher herbsäuerlich mit einer mürben Textur und somit nicht unbedingt Tafelobst erster Klasse. Zudem scheint es sich nicht um den echten Safran Pepping zu handeln. Um ein endgültiges Urteil abgeben zu können, muss also zuerst die Sortenidentität geklärt werden.
Jahre Erfahrung: ~ 20
Beschreibung: Die sehr guten Eigenschaften des Baumes stehen hier einer eher mittelmässigen Fruchtqualität und einem späten Ertragsintritt gegenüber.

Sauergrauech
Vorteile:
Nachteile:
Jahre Erfahrung: ~ 2
Beschreibung: Der Baum ist relativ frisch gepflanzt und ist bis jetzt eher unauffällig. Allerdings kenne ich den Baum aus meiner Lehrzeit und kann zumindest sagen, dass die saftig-säuerlichen Früchte für Frischgenuss oder Most sehr gut geeignet sind.
Schöner von Bath
Vorteile: Die Sorte ist sehr früh reif und die Früchte sind sehr attraktiv. Die Bäume bilden bereitwillig Fruchtholz und Blütenknospen. Wie hoch der Ertrag in unseren Lagen sein wird, bleibt abzuwarten.
Nachteile: Die Früchte sind sehr druckanfällig und haben eine kräftige Säure, die vielen Leuten nicht zusagen dürfte.
Jahre Erfahrung: ~ 30
Beschreibung: Auf dem Heimbetrieb meiner Mutter steht ein alter Baum dieser Sorte. Aufgrund der mangelnden Pflege scheint er eher kränklich, bringt aber trotzdem reichlich Erträge. Als sehr frühe Sorte sind die Früchte natürlich nicht haltbar und druckempfindlich. Trotzdem finde ich, dass diese Sorte für Liebhaber von säuerlich-aromatischen Äpfeln eine Bereicherung darstellt. Ich jedenfalls schätze die Beerenaromatik und auch getrocknet macht sich die Frucht sehr gut.

Schöner von Boskoop
Vorteile: starkwachsend und gesund.
Nachteile: bis jetzt noch keine gefunden. Es könnte aber sein, dass der Baum für unseren Standort eher zu spät reif wird.
Jahre Erfahrung: ~ 10
Beschreibung: Der Boskoop und seine Qualitäten sollten den meisten Leser:innen hinlänglich bekannt sein. Bei uns hat der Baum erst 2024 angefangen zu tragen und die wenigen Früchte reichen nicht aus, um Aussagen über die Fruchtqualität zu treffen. Was sich sagen lässt, ist, dass die Früchte aufgrund der unauffälligen Farbe eher von den Krähen verschont bleiben.
Resista, früher als Schöner von Kent beschrieben
Diese Sorte wurde bereits im Artikel über die bewährten Apfelsorten beschrieben.
Schöner von Wiltshire
Vorteile: der Baum hat gesundes Laub
Nachteile: Der Baum hat eher dünne Äste. Inwiefern dies auf die Mangelsitutation des Baumes zurückzuführen ist, kann ich nicht sagen, deshalb halte ich mich mit meinem Urteil noch zurück.
Jahre Erfahrung: ~ 20
Beschreibung: Der Baum wurde an einen äussert ungünstigen Standort gepflanzt. Er befindet sich auf einem sehr kieshaltigen Hügel. Dies führte dazu, dass der Baum jahrelang unter Nährstoff- und Wassermangel litt und dementsprechend nur wenig wuchs. Grosszügige Mistgaben auf die Baumscheibe haben diese Situation stark verbessert. Dass der Baum noch lebt, spricht aus meiner Sicht auf jeden Fall für seine Robustheit.
Spartan
Vorteile: Abgesehen von etwas Mehltau wächst der Baum gesund.
Nachteile: Die Früchte sind bereits vor der Reife sehr auffällig rot und werden daher stark von den Krähen angepickt. Die angepickten Früchte faulen sehr schnell. In unserem Klima entwickeln sie die typische Spartan-Aromatik nicht, sondern bleiben eher trocken und etwas fad. Sie sind jedoch hervorragend für Apfelkuchen und Apfelringli geeignet. In verarbeiteter Form zeigt sich auch das angenehme Aroma und die dunkelrote Farbe der Schale ist sehr attraktiv
Jahre Erfahrung: ~ 15
Beschreibung: Der schöne Baum bildet nach der anfänglichen Erziehunsphase reichlich Fruchtholz. Die Äste sind teilweise etwas dünn. Besonders die feinen Äste sind von Mehltau befallen, so dass man beim Schnitt etwas kreativ sein muss. Da der Baum aber bereitwillig wächst und viel Fruchttholz bildet, ist das kein Problem.
Spätblühender Taffetapfel
Vorteile: gesundes Laub, kommt früh in den Ertrag
Nachteile: die Fruchtqualität erscheint schlecht bis mittel
Jahre Erfahrung: ~ 2
Beschreibung: Der Baum trug bereits im Jahr nach der Pflanzung Früchte. Dabei wächst er trotzdem gut. Die Blüte ist, wie der Name sagt, sehr spät. Welche andere Sorte dem Baum als Befruchter dient, ist mir unbekannt. Auch die Früchte reifen spät und sind von der Qualität her bis jetzt eher für die Kühe als für die Menschen geeignet. Allerdings will ich mir nach erst zwei Jahren Ertrag nicht vorschnell ein Urteil bilden. Möglicherweise verbessert sich die Fruchtqualität durch eine Lagerung.
Usterapfel
Vorteile: gesundes, dunkelgrünes Laub
Nachteile: eher aufrechter Wuchs erschwert den Schnitt.
Jahre Erfahrung: ~ 15
Beschreibung: Der Usterapfelbaum ist sehr gesund und robust. Leider hat er bis jetzt noch nie getragen. Der aufrechte Wuchs des Baumes ist sicher sortentypisch. Allerdings habe ich auch diverse Äste, die ich heruntergebunden habe, an die Hirsche verloren, es ist also nicht ausschliesslich die Schuld des Baumes.
Wealthy
Vorteile:
Nachteile:
Jahre Erfahrung: ~2
Beschreibung: Nach der überlieferten Herkunftsgeschichte dieser Sorte wurde sie in Minnesota aus dem Kern eines russischen Wildapfels gezogen. Neuere genetische Untersuchungen haben aber gezeigt, dass es sich um ein Kind von Jonathan x Charlamofsky handelt. Da der Jonathan bei uns sehr anfällig für Mehltau (und allgemein sehr kränklich) ist, hat mich diese Nachricht nicht gerade erfreut. Da es sich aber um eine noch junge Veredelung handelt, muss ich natürlich am Baum selber beobachten, welche Elternsorte nun den stärkeren Einfluss hat.
Weisser Klarapfel
Diese Sorte wurde bereits im Artikel über die bewährten Apfelsorten beschrieben.
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