Buchtipp: Das kulinarische Erbe der Alpen

Dominik Flammer und Sylvan Müller

Molkenkaramell aus dem Bregenzerwald, Süsswassersardinen aus dem Comersee, Marmorataforellen aus dem slowenischen Soca-Tal oder Leindotteröl aus Niederbayern. Wie würzt man im Alpenraum mit Holz und Harz? In welche Lebkuchen kommt Kubebenpfeffer und in welche Würste Piment? Wo kommen die Sulmtaler Hühner her, und wer züchtet noch die Capra grigia? Welche Frucht steckt hinter der «Schönen von Einigen» und welche hinter der «Ronde de Montignac». Und warum haben schon die Römer für die Leber von Süsswasserfischen aus den Voralpenseen gemordet? Traditionelle Produkte und ihre Produzenten erzählen von der Ernährungsgeschichte des Alpenraums.

In zehn Kapiteln erzählt «Das kulinarische Erbe der Alpen» von der Vielseitigkeit der Ernährung im Alpenraum, von den Einflüssen der wandernden Hirten und dem globalisierten Handel der Neuzeit und vom Wandel in der Ernährungskultur in Zeiten der Not. Und von traditionellen Produkten, Produktionstechniken und ihren Produzenten.
Ergänzt wird das Buch durch ein umfangreiches Verzeichnis der alpinen Delikatessraritäten und ein Register mit allen Produzenten und Bezugsadressen. Das Buch steht unter dem Patronat von Slow Food International, das Vorwort schreibt Präsident Bio Suisse Urs Brändli.

AT-Verlag, 2012, 368 Seiten, gebunden mit vielen Photos, 98 CHF.

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Traditionelle Produkte und ihre Produzenten im Alpenraum – mit starken Bildern und Geschichten
Ferme Arc-en-ciel
Bio-Gemischtbetrieb im Kanton Waadt, bei Yverdon
Cédric und Christine Chézeaux
Ein Mitarbeiter in Vollzeit (Tiere und mehr), zwei Mitarbeiter in Teilzeit für Verwaltungsaufgaben und das Abfüllen von Getreide und Mehl. Mitarbeitende Familienmitglieder
51 ha
20 ha
Bio-Suisse
Alte Getreidesorten - Mühle - Geissen - Mutterkühe - Schweine - Hofladen
Einkorn, Emmer, Dinkel, Roggen, alte Weizensorten,
moderne Weizensorten und Buchweizen, Hirse
Linsen, Leindotter für Öl
50 Milchgeissen und Nachzucht
10 Mutterkühe, 8-10 Schweine
25 Hühner
840 m ü. M.
Vermarktung via Hofladen, Wochenmarkt in Yverdon,
einige Läden und Internet

Getreidemühle, Verarbeitung von Getreide im Lohn
Anbauverträge mit sieben Bauern für den Anbau von Getreide
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