Gallowayhof Ming
There and back again: Vom neuseeländischen Milchviehbetrieb zur Weidehaltung im Entlebuch
Neuseeland ist nicht nur für seine grossartigen Landschaften und die Verfilmung von “Herr der Ringe” und “Der Hobbit” bekannt. Das Land zieht auch zahlreiche Schweizerinnen und Schweizer an, die die dortige Landwirtschaft kennen lernen möchten. So auch Stefan und Kathrin Ming. Die beiden arbeiteten sechs Jahre auf einem neuseeländischen Milchviehbetrieb, bevor sie in die Schweiz zurückkehrten. Und wie Bilbo Beutlin sind sie mit einem Schatz im Gepäck nach Hause zurückgekehrt. In ihrem Fall handelt es sich dabei um Erfahrungen im Weidemanagement, viele Ideen, und den Plan, Belted Galloway zu halten. 2018 übernahmen die beiden Kathrins elterlichen Betrieb und holten den Betrieb, auf dem Stefan aufgewachsen war, aus der Pacht zurück.
Kathrin und Stefan möchten eine Rinderrasse halten, die standortangepasst ist und eine extensive Fütterung erträgt. Belted Galloway sind robust und weidetauglich. Aufgrund ihrer grossen Klauen und des geringen Gewichts verursachen sie weniger Trittschäden und Verdichtungen als andere Rinderrassen. Dadurch ist eine Weidehaltung möglich. Die Tiere sollen während der Vegetationsperiode den grössten Teil ihres Futterbedarfs direkt auf der Weide decken können. So soll ein möglichst geschlossener Kreislauf entstehen, der ohne Futterzukäufe auskommt.
Da die Belted Galloway aber langsam wachsen und auch sonst in kein Vermarktungsprogramm passen, vermarkten Mings ihr Fleisch direkt. Dabei setzten sie auf das Konzept Nose to Tail und vermarkten gezielt auch die Innereien.
Eine Ergänzung zu Tierhaltung und Futterbau bildet der Anbau von Urdinkel für die menschliche Ernährung.


1 Zuchtstier
18 Jungtiere, Absetzer
Direktvermarktung
Zwei Betriebsstandorte, einer auf 700 Meter, der andere auf 1000 Meter















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