Buchtipp: Handbuch Schafalp
von Hirten, Herden und Hunden
Daniel Mettler, Helen Willems, Andrea Sulig, Sven Dörig, Christian Gazzarin und Riccarda Lüthi. Illustrationen von Ueli Pfister
Klappentext:
Die Schafsömmerung auf den Alpen hat eine jahrhundertlange Tradition. Durch das Handwerk der Schafhirt*innen wird die alpine Kulturlandschaft gepflegt und naturnahes Lammfleisch produziert. Der Klimawandel und die Rückkehr der Grossraubtiere bringen für die Hirtschaft jedoch grosse Herausforderungen.
Das Handbuch Schafalp vermittelt Praxiswissen für Hirt und Hirtin. Es liefert Grundlagen zur Weide- und Herdenführung mit Schaf, Zaun und Hund. Es hilft, den Alpsommer zu organisieren, gibt Tipps zur Zusammenarbeit mit Alpverantwortlichen und spannt einen Bogen von der alten Hirtenkultur bis zum heutigen Herdenschutz. Interviews mit Schafhirt*innen aus drei Generationen ergänzen den fachlichen Inhalt. Nicht zuletzt weckt das Buch Neugier und Leidenschaft für diesen faszinierenden und anspruchsvollen Job.
Das Buch ist eine Zusammenarbeit von AGRIDEA und dem zalpverlag, AutorInnen sind: Daniel Mettler, Helen Willems, Andrea Sulig, Sven Dörig, Christian Gazzarin und Riccarda Lüthi. Die Illustrationen stammen von Ueli Pfister.
Il existe également une édition française de ce livre : Manuel de l’alpage à moutons.
| Hardcover gebunden, 336 Seiten, 300 Bilder und Illustrationen ISBN 978-3-033-10783-0 zalpverlag, Mollis 2025 CHF 48.– / EUR 52.– Blick ins Buch Direkt beim Verlag bestellen |
Rezension:
Schon bevor ich das Buch in der Hand halten konnte, wusste ich, dass es spannend werden würde. Die Beschreibung verspricht ein umfassendes Werk und das ist auch nötig, bei meinem wenigen Wissen über die Schafe.
Zwar bin ich gelernte Landwirtin, der Kontakt mit Kleinwiederkäuern aber war bei mir eher spärlich. Als ich noch klein war, hatten meine Eltern Schafe, aber sie wurden nie richtig warm mit ihnen und so verschwanden die Schafe schon bald wieder sang- und klanglos vom Betrieb. Auch in der landwirtschaftlichen Ausbildung werden Kleinwiederkäuer eher stiefmütterlich behandelt. Und dann ist da ja noch das unglückliche Klischee vom dummen Schaf. Doch dabei will ich es nicht belassen.
Dieses schöne Buch und das sicher auch interessante Nutztier haben es verdient, dass man sich mit ihnen befasst. Wie umfassend das Werk ist, wird mir gleich beim Aufschlagen klar. Zwar holen die Autor:innen nicht bis Adam und Eva aus, aber fast: Der erste Titel, der mir ins Auge springt ist: Ötzi war (k)ein Hirte.
Nach einigen Einführungen zur Geschichte des Schafes und der Alperei kommt das Buch gleich zur Sache. In abwechslungsreich geschriebenen und reich bebilderten Kapiteln entsteht allmählich ein guter Überblick, was es bedeutet, Schafhirtin zu sein. Die Checklisten und Tabellen geben gute Überblicke über Schafrassen, Krankheiten, Behirtungssysteme und Vieles mehr.
Schon bald schwirrt mir der Kopf, aber auf eine gute Art und Weise. Da die Kapitel von unterschiedlichen Autor:innen geschrieben wurden, wiederholen sich einzelne Themen oder Aussagen etwas zwischen den Kapiteln. Bei der Informationsdichte ist das aber kein Nachteil, im Gegenteil: Wichtige Infos bleiben so eher hängen.
Im Vorwort schreiben die Autor:innen: “Ein gedrucktes Buch mag altmodisch erscheinen, hat aber auch Vorteile. Es kommt ohne Strom aus und wird zum fachlichen Begleiter, und im besten Falle zum Freund.”
Dieses Potential sehe ich definitiv auch und kann mir gut vorstellen, dass dieses sehr schön gestaltete Buch fest in eine Alp-Bibliothek gehört.
Laura Gisler, 2026






Albersmeier
Anet Spengler






Dein Kommentar
Erfahrungswissen zu diesem Thema?Verfasse ein Kommentar!