Homöopathie im Kuhstall

Seit gut zehn Jahren arbeiten wir wo möglich mit homöopathischen Mitteln, um die Gesundheit der Rinder zu unterstützen bzw. Krankheiten / Verletzungen zu heilen. Beim Trockenstellen kommen wir ganz ohne Medikamente aus; in der Regel klappt es mit den homöopathischen Mitteln Lactobuvinum (Anmerkung der Redaktion: Wort noch in Überprüfung) C200 und Urtica urens C30 in der Woche vor dem Trockenstellen, in der wir nur noch morgens melken, und weitere drei Tage danach. Ich kontrolliere täglich das Euter und melke bei Bedarf mit Hand aus. Manchmal braucht es dann noch kuhspezifisch ein weiteres homöopathisches Mittel.

Ich bin jeden Tag etwa eine halbe Stunde mit der Gesundheitspflege der Kühe beschäftigt, doch wir sparen seit dem erfolgreichen Einsatz der Homöopathie auch 300-400€ an Tierarztkosten pro Monat. Ganz abgesehen von den kaum noch auftretenden Einkommenseinbussen durch die Sperrzeiten nach der Antibiotikagabe.
Folgende Mittel sind immer nützlich, unabhängig von der Konstitution des jeweiligen Tieres: Natrium Chloratum bei Trennungsschmerz, Arnica bei Verletzungen, China als Stärkungsmittel nach der Geburt, insbesondere bei hoher Milchproduktion der Kuh, oder auch bei Kälberdurchfall. Unbedingt vermieden werden sollten Sulfurhaltige Mittel in der Kombination mit (vorheriger oder gleichzeitiger) Antibiotikagabe. Sie können durch ein Antiobiotikum eingeschlossene Erreger wieder freisetzen und damit die Kuh richtig krank machen. Grundsätzlich ist aus meiner Sicht der Einsatz der Homöopathie bei Rindern einfacher, die bislang kaum oder gar nicht mit Antibiotika behandelt wurden.

Elfriede Lehmann, BW, 2019

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Die homöopathischen Mittel sind stets greifbar um je nach Bedarf eingesetzt zu werden
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