Drei Muttersauen und Mast

Auf dem Milchviehbetrieb Bigler leben auch drei Sauen, die zwei Mal im Jahr Ferkel bekommen. Diese bleiben bis zu 10 Wochen bei der Muttersau und werden dann als Jager mit 20kg an andere Biobäuerinnen und Bauern verkauft, die diese nutzen um die Reste aus der Verkäsung zu verwerten. Viele der Ferkel gehen auf die Alp und werden zu Alpsäuli. Manchmal bleiben die Ferkel auch auf dem Hof und werden ausgemästet. Im Alter von etwa 10 Monaten gehen sie an den Biometzger in Kirchberg.
Sie haben einen Stall mit Fressbereich, Stroh-Liegefläche, Auslauf und jeweils ein Stück Wiese von etwa 100m2. Aktuell haben sie auf ihrer Fläche auch Kompost-Einstreu aus dem Kuhstall, die sie durchwühlen können. Das gibt dann guten Dünger für den Boden.

Freie Abferkelung und Dauerauslauf

Die Sauen ferkeln frei in einer Bucht ab, die Ferkel können in ihr beheiztes Ferkelnest. Dort bleiben sie die ersten drei Wochen auch viel, ausser sie trinken bei der Muttersau. Diese kann immer raus in den kleinen Aussenauslauf (3m x 2.5m). Anschliessend gehen Sau und Ferkel in einen grösseren Bereich im Stall, mit mehr Platz und verschiedenen Gängen zum Laufen, einem Ferkelschlupf in einen Ferkel-Liegebereich, einen allgemeinen Liegebereich mit Stroh und einen Aussenauslauf. Ab dem Alter von 7 Wochen bekommen die Ferkel getrennt von der Sau bereits den Futterbrei bestehend aus Molke und einer Mischung aus Weizenkleie und Getreidemehlen, die beim Mahlen von Brotmehlen als Abfall übrig bleiben.
Werden die Ferkel nicht alle verkauft, dann kommen sie in die oben beschriebene Schweineherde für die Mast. Auf der Weide wühlen die Schweine eifrig in der Erde und im Kompost und wirken sehr zufrieden. Die Rassen Edelschwein, Duroc und Hampshire bzw. Kreuzungen dieser Rassen kommen vor. Es ist eine bunte Herde. Der Eber läuft jeweils mit den Galtsauen (nicht säugenden Sauen) mit.

Hof Bigler, Oberholz, Bern, 2020

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Hof Bigler Maier
Oberholz bei Bern
Martin Bigler (47) und Alexandra Maier (51)
Vater Fritz Bigler (80) Lehrlinge Magdalena (28) und Lia (18)
30 ha
16 ha
Demeter
Milchviehhaltung
6ha Ackerland (Weizen, Dinkel, Waldstaudenroggen, Emmer, Einkorn, Hafer, 40 Aren Kartoffeln und 15 Aren Rüebli)
5ha Fächen im Naturschutzgebiet und
3ha Ökoflächen
alles arrondiert
29 Milchkühe Schweizer Fleckvieh
Ammengebundene Kälberaufzucht
3 Sauen und Ferkelverkauf bzw. zum Teil Schweinemast
590 m ü. M.
Lieferung der Milch an Biomilk
Verkäsung eines Teils der Milch auf dem Hof
Direktvermarktung von Kartoffeln, Rüebli und Getreide, Käse
Vermarktung an Mühle, Bäcker und Marktfahrer
Schweine an andere Bauern und einen Metzger
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